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am 14. Juni

Ökologische Grünflächenpatenschaft

- Adoptiere eine Fläche!

(c) Michael Gludowatz

Wir alle wollen uns wohlfühlen in unserer Umgebung. Jetzt hat jede/r die Möglichkeit, in seiner direkten Wohnumgebung eine kleine öffentliche Fläche zu „adoptieren“ und nach eigenen Vorstellungen zu bepflanzen und zu pflegen. Das kann zum Beispiel der kleine Grünstreifen vor dem eigenen Haus sein oder eine Baumscheibe. So können auch im öffentlichen Raum kleine Wohlfühlinseln für Insekten, Vögel oder Igel geschaffen werden, die Biodiversität wird erhöht und unsere Großgemeinde wird auch optisch attraktiv durch Vielfalt.

Wie funktioniert das?

Auf der Gemeindehomepage kann man hier https://www.gross-enzersdorf.gv.at/de/Aktuelles-Veranstaltungen/Aktuelles/Aktuelles-Berichte/OeKOLOGISCHE-GRUeNFLAeCHEN-PATENSCHAFT​ ein Formular downloaden, ausfüllen und an die Gemeinde zurückmailen (gruenpaten@gross-enzersdorf.gv.at​). Oder man holt sich das Formular beim Bürgerservice und bringt es aufgefüllt wieder dorthin.

Im Formular erfährt man alles über die Rahmenbedingungen der Vereinbarung. Verschiedene Varianten stehen zur Auswahl: neue Pflanzen setzen oder nur Bestehendes pflegen, Mähen etc., auch einige andere Vorgaben gibt es. So dürfen keine invasiven Neophyten gepflanzt und keine Schottergärten angelegt werden. Größere Elemente wie Steine, Bänke oder Insektenhotels und Nistkästen sind mit der Gemeinde abzusprechen.

Der Antrag wird dann kurz geprüft und hernach bekommt ihr Besuch von Karin Siebert-Gulle​ oder Margit Huber​. Das Vorhaben wird dann kurz vor Ort erläutert und die beiden stehen für weitere Fragen zur Verfügung.

Als Abschluss der Vereinbarung erhaltet ihr danach ein kleines Schild für die Fläche. Damit weiß der Bauhof, dass diese Fläche nun von privaten Engagierten gepflegt wird.

Die Ökologische Grünflächenpatenschaft kann jederzeit wieder ohne Angabe von Gründen aufgelöst werden.

Wie kann so eine Fläche ausschauen?

In der Patenschaftsvereinbarung sind verschiedene Möglichkeiten genannt, sich auf öffentlichen Flächen einzubringen – vom Bepflanzen über das Mähen oder nicht-mehr-Mähen (und damit das Wachsenlassen einer naturnahen Wiese) bis hin zum Laub beseitigen. Man ist hier recht frei in dem, welche Verpflichtungen man eingehen möchte.

Ihr könnt also auch einfach die Flächen vor eurem Haus zum Beispiel nur mehr zweimal jährlich Mähen und dadurch eine Blumenwiese entstehen lassen – Voraussetzung hierfür ist, dass schon genug Wildkräuter und -blumen in „eurer“ Grünfläche schlummern. Um das zu prüfen, kommen Karin und Margit gerne vorbei und nehmen die Fläche in Augenschein. Natürlich kann man hierbei auch durch Einsaat von Wildblumen nachhelfen.

Wildblumenstreifen (Copyright: Gertrude Friedel)

Oder man pflanzt ein schönes Staudenbeet, vielleicht sogar einen Baum. Baumpflanzungen sind aber nicht überall möglich, zum Beispiel wegen Einbauten wie Kanal oder Gasleitungen, und werden daher vorher von der Gemeinde geprüft.

Staudenbeet mit jungem Baum (Copyright: Natur im Garten/Liehl-Rainer)

Die ersten Beete sind auch hier in Groß-Enzersdorf schon angelegt worden, wie beispielsweise dieses in der Mühlleitnerstraße. Bepflanzt mit ausdauernden, insektenfreundlichen Stauden und Bäumen erfreut es Mensch und Tier.

Frisch angelegtes Staudenbeet (Copyright: Margit Huber)

Wer also Lust darauf hat, seine direkte Wohnumgebung schöner, blühender, artenreicher und insektenfreundlicher zu gestalten, kann das nun ganz offiziell machen. Wir freuen uns auf jede und jeden, der auf diese Weise mithilft, die Artenvielfalt in Groß-Enzersdorf zu fördern!

Bei Fragen dazu könnt ihr uns auch direkt kontaktieren:

Karin Siebert-Gulle: karin.siebert-gulle@gruene.at
Margit Huber: margit.huber@gruene.at